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Fakten rund um MEDISTAR-SQL

Hannover, 30.01.2012

Regelmäßig erreichen uns Anfragen zur Umstellung auf MEDISTAR-SQL unter Einsatz der Oracle-Datenbank. Um Ihnen Ihre Fragen zu beantworten, haben wir diese zusammengetragen und einen Antworten-Katalog erstellt.

  1. Ist es zwingend notwendig, die SQL-Datenbank einzusetzen? Hätte man nicht auch eine andere Datenbank einsetzen oder weiterhin mit ISAM arbeiten können?

    Antwort MEDISTAR: Index Sequential Access Method (ISAM) ist eine von IBM Ende der 1960er Jahre entwickelte Zugriffsmethode für Datensätze einer Datei. "MEDISTAR" verwendet diese Form des Datenzugriffs seit der Erstentwicklung 1986.

    SQL ist eine Datenbanksprache zur Definition von Datenstrukturen in relationalen Datenbanken sowie zum Bearbeiten (Einfügen, Verändern, Löschen) und Abfragen von darauf basierenden Datenbeständen, dessen Standard letztmalig im Jahr 2008 definiert wurde. SQL hat sich als der aktuelle "Stand der Technik" durchgesetzt und kann damit nur die bevorzugte Basis für jede Art der Weiterentwicklung sein.

    Unsere Entscheidung für eine SQL-Datenbank ist ausdrücklich nicht willkürlich gefallen. Im Vorfeld konnten wir eine umfangreiche Datenerhebung dahingehend durchführen, ob der Einsatz von kostenlosten Datenbanken namhafter Hersteller eine Alternative darstellen kann. Das Ergebnis war leider negativ, für langjährige MEDISTAR-Anwender mit umfangreichen Dokumentationen existiert kein überzeugendes Produkt. Entweder befinden sich kostenlose Datenbanken altersbedingt nicht mehr im Support durch den Hersteller oder wiesen eine Beschränkung in der zu verwaltenden Datenmenge auf und stellten somit keinen Vorteil für unsere Anwender dar.
  2. Stimmt es, dass man mit ISAM schneller größere Datenmengen verarbeiten kann, als mit der SQL-Datenbanken?

    Antwort MEDISTAR: ISAM Files können in der verfügbaren Version max. 2 GB groß werden. Es gibt mittlerweile eine große Zahl von langjährigen MEDISTAR-Anwendern, bei denen insbesondere die Datei der Patientenstammdaten sowie die medizinische Dokumentation größer als 2 GB ist. Diese sind gezwungen, Daten aus dem direkten Zugriff zu nehmen, um weiterarbeiten zu können. Diese Situation bedarf einer generellen Lösung, die wir unter SQL finden. Bzgl. der Verarbeitungsgeschwindigkeit haben wir stets betont, mit Oracle nicht langsamer zu sein als mit ISAM. Unterschiede gibt es in der Ausgabe von Abfragen, so werden unter ISAM Teilergebnisse von Listen angezeigt, bevor die Listenerstellung abgeschlossen ist. Unter SQL erfolgt eine  Ausgabe der Listenergebnisse erst dann, wenn die Abfrage komplett verarbeitet wurde. Dies ergibt für den Anwender subjektiv den Eindruck, dass MEDISTAR-SQL über eine geringere Verarbeitungsgeschwindigkeit verfügt, was real nicht der Tatsache entspricht.
  3. Liegt der alleinige Vorteil der SQL-Datenbank bei MEDISTAR? Angeblich können sichere Systemfunktionen leichter und mit weniger Aufwand entwickelt werden. Dadurch spart MEDISTAR doch Zeit und Entwickler (und somit Geld) ein, oder?

    Antwort MEDISTAR: Hier werden zwei wesentliche Eigenschaften genannt, die den Einsatz einer SQL-Datenbank rechtfertigen. Es wird dabei aber leider übersehen, dass eine Neuentwicklung unter SQL bereits im Vorfeld viel Entwicklerkapazität bindet und somit hohe Kosten verursacht. Im Regelfall vergehen bis zu zwei Jahre, bis eine so umfangreiche Neuprogrammierung wie MEDISTAR-SQL produktiv in einer Praxis eingesetzt werden kann. Dazu kommen weitere drei oder vier Jahre, in denen eine parallele Entwicklung unter ISAM- und der SQL-Version betrieben werden muss. Selbstverständlich muss auch das umfangreiche Supportpersonal, das Sie bei MEDISTAR sowohl bei den MEDISTAR-Vertriebs- und Servicepartnern als auch bei uns in Hannover finden, in der SQL-Technologie geschult werden. In der Summe entstehen erhebliche Entwicklungs- und Investitionskosten, die eine erhebliche Belastung für ein Dienstleistungsunternehmen im deutschen Gesundheitswesen darstellen. Nicht jedes Unternehmen wird sich dies leisten können. Seien Sie versichert, dass wir nach erfolgter Umstellung auf die MEDISTAR-SQL-Version aus heutiger Sicht kein Personal freisetzen werden. Die frei werdenden Ressourcen sollen weiterhin in die Verbesserung unseres Produktes "MEDISTAR" und damit zu Ihrem Vorteil eingesetzt werden.
  4. Stimmt es, dass die Kosten für die Oracle-Datenbank (Hardware) von den Praxisbetreibern komplett alleine getragen werden müssen?

    Antwort MEDISTAR: Investitionen in die technische Infrastruktur einer Praxis liegen immer in der Verantwortung des Praxisinhabers und beginnen mit der Praxisgründung. Sie ist immer so auszuwählen, dass sie den wirtschaftlichen Anforderungen des "Wirtschaftsunternehmen: Arztpraxis" gerecht wird. Dabei gilt zu beachten, dass sie im Bereich der Aktualität und Ausfallsicherheit dem allgemein verfügbaren "Stand der Technik" entspricht. In der Hardwaretechnologie definiert dieser Begriff einen Zeitraum von 2 – 4 Jahren - je nach Anforderung.

    Die Systemvoraussetzungen  zum Betrieb einer SQL-Datenbank entsprechen dem aktuellen, handelsüblichen "Stand der Technik" und wurden von uns nicht gesondert definiert. Anwender, deren Hardware schon unter ISAM unseren Mindestvoraussetzungen entsprach, können im Regelfall mit ihrer Hardware weiterarbeiten. Letztendlich handelt es sich hier immer um eine Einzelbetrachtung, keine Arztpraxis gleicht in ihren Anforderungen der anderen. In jedem Fall sind die von uns genannten Mindest-Systemvoraussetzungen für MEDISTAR unter Oracle nicht höher als die für MEDISTAR unter ISAM.

    Wir unterstützen unsere Anwender, unabhängig von der Beratungsleistung von Hardwarelieferanten über eine evtl. notwendige Investition in Hardware, in dem MEDISTAR dem Anwender eine Systemmeldung am Bildschirm ausgibt. Dies garantiert dem Anwender eine größtmögliche Unabhängigkeit in der Beurteilung der genutzten Hardware. Nichtsdestotrotz ist es ratsam, den Empfehlungen des MEDISTAR-Vertriebs- und Servicepartners bei Hardwareinvestitionen zu folgen.
  5. Tragen lediglich die Arztpraxen die Kosten für die SQL-Datenbank?

    Antwort MEDISTAR: Die Kosten für die Einführung unserer SQL-Datenbank müssen nicht komplett von den Anwendern allein getragen werden. Wir von MEDISTAR tragen sämtliche Investitionskosten der Entwicklung des SQL-Bestandssystems, speziell auch der Konvertierungsroutinen zur Übernahme des verwendeten Datenbestandes.

    Unseren Anwendern bieten wir ein Innovationspaket*, inkl. der Oracle Datenbank Standard Edition 11g Embedded, an, das sie lediglich netto 450,- Euro kostet. Hiermit werden ausdrücklich nur notwendige Lizenzkäufe abgedeckt und keine Entwicklungskosten verrechnet. Diese Lizenzkosten sind vergleichbar mit dem Kauf von Microsoft-Produkten. Auch ein Betriebssystem bildet die unabdingbare Basis zum Betrieb von "MEDISTAR" oder jeglichen anderen Anwendungen und kann nicht als Bestandteil eines Produktes gewertet werden.

    Diesen extrem geringen Vorzugspreis unseres Innovationspakets haben wir unserer Position als meistinstalliertes Arztinformationssystem zu verdanken. Diese ideale Verhandlungsposition zu einer einzigartigen Kooperation mit dem Weltmarktführer im Datenbanksegment, der Fa. Oracle, konnten wir nutzen. Der reguläre Listenpreis ist um ein vielfaches höher und bewegt sich im oberen 4-stelligen Bereich. Es wäre geradezu töricht von uns gewesen, unsere einmaligen Sonderkonditionen nicht zum Vorteil unserer Anwender zu nutzen.
    In vielen Fällen werden die ohnehin notwendigen Investitionen in die Aktualisierung des Hardwarebestandes zum Anlass genommen, MEDISTAR-SQL einzuführen. Hardwareinvestitionen sind dabei nicht der Einführung einer Datenbank der Fa. Oracle geschuldet.

    *Inhalte des Innovationspakets: Grafischer Befundeditor, unbegrenzte Karteikartenzeilen, Beschriftung der Leistungsziffern nach KBV-Standard, Leistungsstatistik zurückliegender Quartale basieren auf den damaligen EBM-Zahlen, Zugriff auf sämtliche Praxen einer Praxisgemeinschaft von jedem Rechner, beliebig große Karteikartenfunktion + inkl. der Oracle Datenbank Standard Edition 11g Embedded
  6. Ist es richtig, dass die Installation der Oracle-Datenbank nicht über die normale monatliche Wartungspauschale abgegolten wird, sondern extra bezahlt werden muss?

    Antwort MEDISTAR: Dienstleistungen zur Installation der neuen Datenbank werden generell nicht durch die bestehenden Software-Wartungs- und Supportverträge abgedeckt.
  7. Kann sich ein MEDISTAR-Anwender auch gegen die Oracle-Datenbank entscheiden und beim alten System bleiben?

    Antwort MEDISTAR: Aus Kulanz pflegen wir seit 2 Jahren mit vertretbarem Aufwand MEDISTAR gleichzeitig unter der  ISAM- und der Oracle-Datenbank und lassen unseren Anwendern somit die Wahl, langfristig die Einführung von MEDISTAR-SQL zu planen und mit der ohnehin regelmäßig notwendigen Aktualisierung der Hardware zu verbinden.

    Aktuelle Entwicklungen im deutschen Gesundheitsmarkt, bei technischen Standards oder auch die hohe Zahl der MEDISTAR-SQL Nutzer können aber der Anlass sein, dass eine Weiterentwicklung unter ISAM gegenüber unseren Anwendern weder wirtschaftlich noch technisch vertretbar ist. Insofern kann es keine dauerhafte Entscheidung geben, MEDISTAR unter ISAM weiterhin in der Praxis einzusetzen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Ihren MEDISTAR-Vertriebs- und Servicepartner.

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